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Gefühle sind Gold wert!
Du solltest emotionale Investments tunlichst vermeiden, denn unsere Gefühle sind nicht darauf ausgerichtet, mathematisch komplexe Entscheidungen zu fällen. Unser Verstand hingegen lässt sich hervorragend dazu nutzen, Chancen und risiken abzuwägen.

Viele Aussenstehende halten Investieren für zu risikoreich. Nun kommt das aber natürlich auch darauf an, was man als Risiko definiert. Wer bis 65 einem Job nachgeht, den er eigentlich garnicht mag, der riskiert wortwörtlich sein Leben (respektive den Großteil seiner gesunden Lebenszeit, selbst dann, wenn er 100 Jahre alt wird).

Mithilfe von Aktien lässt sich aus Geld (und viel Zeit) mehr Geld machen. Das lockt die an, die sofort die Millionen wollen und die, die einfach gerne mehr Geld hätten und ihr Vermögen langfristig entwickeln wollen. Menschlich gesehen ist es ganz normal den ersten Weg gehen zu wollen und insofern kein Computer-Algorithmus oder eine Bank zwischengeschaltet ist, handelt der Großteil der Investoren nach diesem Muster. Das ist das beste, was uns als langfristigen und rationalen Anleger passieren kann, denn Gewinn und Verlust stehen im Aktienmarkt in einem Verhältnis von 50:50. Das liegt ganz einfach darin begründet, dass Gewinn und Verlust innerhalb des Aktienmarktes bleiben, weil der Verkäufer der Aktie mit Gewinn oder Verlust verkauft und der Käufer derselben Aktie mit Deckungsgleichem Verlust oder Gewinn kauft. Dadurch, dass wir den Fehlern der Mehrheit aus dem Weg gehen liegen wir immer ein paar Prozentpunkte mehr auf der Gewinner-Seite und diese reichen auf lange Sicht aus um unser Geld zu vermehren.

Gewinn durch fremde Fehler

Und hier kommt der entscheidende Punkt: Aus den Fehlern anderer lässt sich noch viel mehr machen! Das hat nichts mit Schadenfreude zu tun, viel mehr damit, aus Fehlern zu lernen und dafür diese Fehler selbst nicht machen zu müssen. Bei Aktiengeschäften handelt es sich anders ausgedrückt um Zukunftswetten, denn es geht darum eine Aktie dann zu kaufen, wenn sie weniger Wert ist, als sie es zu einem späteren Zeitpunkt sein wird. Nun haben Anleger jedoch das Pech, dass der Aktienmarkt nicht 1:1 die Unternehmen widerspiegelt, die von den Aktien abgebildet werden sollen. Vielmehr wird die öffentliche Meinung von Anlegern der entscheidende Preis-Faktor. Aktienkurse sind also der Wert, der im Durschnitt von Anlegern einem Unternehmensanteil zugemessen wird. Natürlich liegt dieser Wert nicht vollkommem daneben, aber er ist in Hinsicht auf den echten Wert des Unternehmensanteils verfälscht.

Und das ist der Jackpot für jeden Anleger! Denn wer den wahren Wert des Unternehmens von dem auf den Aktienmarkt trennen kann, der kann aus dieser Differenz bequem Gewinne ziehen. Er muss kein Hellseher mehr sein, sondern ganz einfach ein Auge dafür haben wo andere Menschen aufgrund ihrer Emotionalität versagen. Das klingt hart, funktioniert jedoch und nimmt der jeweiligen Investition einer Menge Risiko.

Konkret:

Nun klingt es sehr kompliziert, den „wahren“ Wert eines Unternehmens zu ermitteln und in der Praxis ist es das auch, doch da schon eine leicht überdurchschnittliche Performance reicht um große Gewinne einzufahren, muss nichts genaustens berechnet werden. Vielmehr gilt es, Chancen abzuwarten, die zwar überdeutlich sind, dennoch von emotionalen Inveatoren niemals wahrgenommen werden würden.

Beispiel: Volkswagen

Das erste was ich getan habe, als ich von dem Abgas-Skandal hörte, war, mir Volkswagen-Aktien zu kaufen. Mich interessiert Volkswagen nicht und ich hätte mir sonst niemals Anteile des Unternehmens gesichert, aber in diesem Fall passte es einfach perfekt. Ich vermutete, dass Volkswagen ganz sicher nicht der einzige Konzern war, der bei den Abgas-Werten betrog und dass sich langfristig die Verkaufszahlen von Volkswagen-Autos nicht groß ändern würde. Volkswagen würde als Milliarden-Konzern das Problem lösen können und bald wieder so dastehen wie zuvor. Und weil die Panikverkäufe den Preis der Aktie nach unten getrieben hatten, konnte ich günstig einkaufen.

So ein Beispiel gab es in Dutzenden Varianten wieder und wieder und wird es auch wieder und wieder geben. Ein Skandal der auf langfristige Sicht nichts ändert ist eine Goldgrube. Natürlich liegt man auch ein paar Mal daneben, aber im großen und Ganzen erhöht man die eigenen Gewinnschancen extrem.

Zusammenfassung:

Es gibt 3 Regeln, durch die wir von Emotionalität am Aktienmarkt profitieren:

Regel 1: Goldrausch
Sehr viele Investoren sind auf das schnelle Geld aus und reiten Kursschwankungen wie Surfer Wellen. „Hin und Her macht Taschen leer.“ ist eine alte Binsenweisheit, die noch immee zutrifft und die wir ergänzen können zu: Hin und her macht die Taschen der Leute leer, die so vorgehen und füllt dadurch automatisch die Taschen derer, die es nicht tun.“ Langzeitinvestments sind also angesagt.

Regel 2: 50:50
Der Verlust der einen ist der Gewinn der anderen. Wer sich nicht von Emotionen leiten lässt, der gehört zu den anderen und bekommt dadurch automatisch einen kleinen Gewinnbonus mit.

Regel 3: Skandale sind wundervoll
Öffentliche Skandale kommen und gehen und schädigen meist den Ruf eines Unternehmens deutlich mehr als ein Unternehmen selbst. Investoren sind auch nur Menschen und lassen sich oft von der öffentlichen Meinung über ein Unternehmen mitreißen. Im Endeffekt sind Skandale jedoch genauso schnell wieder verschwunden wie sie gekommen sind und wer dann beherzt in die Tasche greift, wenn die anderen zittern, der kann mit zukünftigen Gewinnen rechnen.