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1000 Wörter-Impuls: Versuchs mal mit Selbstständigkeit!

Ich lief damals von Haus zu Haus und sagte: Ich will nur ihr bestes – undzwar ihr Geld. Dass ich dabei scherzte verstanden nur die wenigsten und es zeigte mir, dass grade in Deutschland mit Geld nicht zu spaßen ist.

Kennst Du Vertreter die von Haustüre zu Haustüre laufen und nirgendwo willkommen sind?

Ich war vor einigen Jahren als Spendensammler für das Rote Kreuz unterwegs. Ich hatte die 2000€ Durschnittsverdienst, mit denen geworben wurde, ernst genommen, ja ging sogar fest davon aus, dass ich mehr als der Durschnitt verdienen würde. Es waren Ferien und drei Wochen lang stand ich jeden morgen auf und lief täglich zehn Stunden durch irgendwelche Dörfer. Verpflegung und Unterkunft wurden von den eigenen Einnahmen abgezogen. Tag für Tag musste ich mich von Menschen Beschuldigen und Beleidigen lassen. Die groß angepriesene Schulung war nicht mehr als eine 15-minütige Ansprache. Nur durch das Gesetz der großen Zahlen schaffte ich es, überhaupt Spenden zu sammeln. Ich stellte mich also darauf ein knapp 100 Häuser pro Tag abzuklappern. Ich lief durch Regen, Problembezirke in Gelsenkirchen und stechende Sonne, doch an dieser Stelle kommt kein Happy End. Am Ende blieben mir 400€ für 20 Tage Arbeit. 2€ Stundenlohn.

Warum berichte ich Dir davon?

Weil Zeit nicht nur Geld ist, sondern auch ein Teil Deines Lebens. Es ist eine Ressource mit welcher Du sehr achtsam umgehen solltest. Es kursieren zahlreiche Umfragen zu dem Thema, aber Du wirst sicher auch so schon wissen, dass nur die wenigsten Ihren aktuellen Job noch machen würden, wenn man sie nicht dafür bezahlt. All die vorgeheuchelte Passion für einen langweiligen Job, der die persönliche Weiterentwicklung nicht voranbringt, ist toxisch für wahre Erfüllung.

“Was man arbeitet kann man sich nunmal nicht aussuchen. Die meisten sind froh, wenn sie überhaupt noch einen Job bekommen.”

Solche Dinge hört man oft, doch sie helfen nicht weiter. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sich mit einen Job mit dem er nicht zufrieden ist “zufrieden gibt” oder nicht. Genau das ist der Kernpunkt. Wir müssen unterscheiden ob wir und zufrieden geben, also nach außen hin so tun, oder ob wir zufrieden sein wollen. Wenn wir uns zufrieden geben, dann geht dies von uns aus und wir können uns daher nicht beschweren.

Warum Du Dir eben doch aussuchen kannst, womit Du Geld verdienst.

Der Kapitalismus mag viele schlechte Seiten haben, doch er bringt einen freien Markt mit sich. Das bedeutet theoretisch kann absolut jeder absolut alles an jeden anderen verkaufen und das mittlerweile weltweit. Es gibt zwar einige Einschränkungen und bürokratische Hürden, doch an sich wirkt das Prinzip noch immer. Mit was Du Dein Geld verdienst läuft auf zwei Dinge hinaus:

Was Du kannst

Damit Du mit der Tätigkeit Deiner Wahl Geld verdienen kannst, musst Du sie selbstredend besser beherrschen, als die Person, der Du sie verkaufst. Glücklicherweise ist dies in der heutigen Zeit, wo es unendlich viele Fachgebiete und Marktnischen gibt, nicht besonders schwer. Investiere also Geld in Tätigkeiten, die anderen etwas Wert ist und bilde Dich darin stetig weiter. Sammle so viele Erfahrungen wir möglich uns lerne aus Ihnen.

Beispiel:

Ich liebe Schreiben und eigentlich sehe ich mich selbst eher als Buchautor. In diesem Fall würde ich Unterhaltung verkaufen. Da es jedoch bereits sehr viele gibt, die das tun ist der Einstieg schwer. Also suchte ich mir eine Plattform für Schreiber-Aufträge und arbeitete als Ghost-Writer für 1,5-2,5 Cent pro Wort. So sammelte ich Erfahrung. Da 1,5-2,5 Cent pro Wort eine sehr niedrige Bezahlung sind, ist die Erwartungshaltung der Auftraggeber nicht besonders hoch, was diese Aufträge perfekt für den Einstieg machte. Mit dem positiven Feedback und der Erfahrung bewarb ich mich anschließend für besser bezahlte Aufträge und schrieb schließlich für 10 Cent pro Wort für ein großes Online-Magazin. Mittlerweile wende ich mich jedoch immer mehr eigenen eBooks zu und bewege mich wieder ein Stück aus der Nische Kryptowährungen heraus. Durch meine Erfahrung und meine Referenzen arbeite ich mittlerweile nebenbei als Werbetexter, Selfpublisher und für die Geldhelden. Meine Tätigkeit macht mir nicht nur Spaß, sie bildet mich auch in Bereichen weiter, welche mich interessieren und hilft anderen.

Ein ähnlicher Weg wie dieser ist auch für Dich möglich. Baue Deine Fähigkeiten aus, investiere in Dein Wissen und suche Dir eine spezifische Nische.

Wie Du es anbietest

Entscheidend ist natürlich auch, dass Du Deine Fähigkeiten an den Mann bringst. Du könntest der beste Designer der Welt sein und würdest ohne Kunden keinen einzigen Cent verdienen. Glücklicherweise ist die Antwort an dieser Stelle sehr einfach. Sie lautet: Selbstständigkeit oder Unternehmertum. Zunächst einmal brauchst Du Geld von dem Du leben kannst. Der Einstieg in die Selbstständigkeit kommt also vor dem Aufbauen eines Unternehmens. Arbeitgeber im klassischen Sinne sind mittlerweile nicht mehr nötig um deine Arbeit zu entlohnen. Wenn Du mit dem Kunden direkt interagierst bekommt er für einen geringeren Preis mehr und du zugleich ebenfalls mehr Geld für weniger Arbeit. Dies liegt daran, dass der Mittelsmann wegfällt.

Kunden zu finden ist dabei garnicht so schwer. Im Internet gibt es tausende Job-Börsen und unzählige Plattformen für Freelancer. Schicke dort pro Tag zehn Bewerbungen auf Projekte los und erkläre, warum Du diese gut erledigen kannst. Anschließend erledigst Du diese Projekte so gut, dass du weiterempfohlen wirst und gelangst so an profitablere Angebote.

Fazit:

Statt für 2€ pro Stunde aus Vorgärten vertrieben zu werden, schule ich für ein Vielfaches meine eigenen Fähigkeiten. Ich kann von überall auf der Welt aus arbeiten und baue etwas auf, das anderen noch in Jahren helfen kann. Warum wagst du nicht auch den Schritt und versuchst es nebenher mit ein paar Aufträgen in der Selbstständigkeit? Klavierunterricht für Kleinkinder, Fitnesstraining für Behinderte, Yoga, Vertonung von eBooks – vieles ist heutzutage über das Internet möglich.

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